Geladene Gäste

Früher glänzten hier Kinderaugen: Für Generationen war der Rennweg 43 in Zürich die Adresse, an der Buben- und Mädchenträume wahr wurden. Nun ist in der ehemaligen Bahnhofstrassen-Filialen des Spielwarengeschäfts Franz Carl Weber für ein paar Wochen Audi eingezogen – und bringt mit dem ersten vollelektrischen Audi Autofahrer-Augen zum Strahlen.

Der e-tron ist zurück in der Schweiz: Im Frühling hatte der Prototyp am Autosalon in Genf Weltpremiere. Jetzt ist das Serienmodell da. Und wie! Nach der Präsentation in San Francisco am 17. September 2018 stellte Audi den Vorbestellern am 11. Oktober das fertige Auto an der Schweizer Premiere vor.

Im extra eingerichteten Pop-up Store am Rennweg 43 sind noch bis am 20. Oktober gleich zwei Autos zu sehen. Eines davon in der exklusiven Launch Edition («edition one»), von der es in der ganzen Schweiz bloss 50 Autos geben wird – und die vor allen anderen Varianten ausgeliefert werden. Die Autos kann man bis am 20. Oktober ohne Voranmeldung anschauen (Öffnungszeiten siehe unten), Audi-Experten erklären die Vorzüge und Highlights des vollelektrischen Audi e-tron.

Die beiden ausgestellten Audi e-tron haben virtuelle Aussenspiegel. Sie sind praktisch und gut für die Aerodynamik. (Tom Lüthi)
Die beiden ausgestellten Audi e-tron haben virtuelle Aussenspiegel. Sie sind praktisch und gut für die Aerodynamik. (Tom Lüthi)

Durch den Premieren-Abend führte TV-Star Sven Epiney (46). Er interviewte den sichtlich stolzen Audi-Markenchef Dieter Jermann (50), der vom «sensationellen Auto» schwärmte, dem Vollstromer, der «von A bis Z ein Audi ist und sich auch so anfühlt». Besonders freue er sich auf das Boost-System, so Jermann. Und gab noch ein paar neue Details bekannt: Spätestens Anfang Dezember soll jeder seinen eigenen e-tron online konfigurieren können. Die Schweizer Premiere sei für ihn «ein ganz wichtiger Tag», sagte Jermann. «Wir läuten hier eine neue Epoche ein.»

Den Audi e-tron in Zürich bestaunen

Der Audi e-tron Pop-up Store am Rennweg 43 in Zürich. (Tom Lüthi)

Der Audi e-tron Pop-up Store am Rennweg 43 in Zürich. (Tom Lüthi)

Eben in San Francisco enthüllt, jetzt schon in Zürich: Noch bevor der brandneue Audi e-tron Anfang 2019 ausgeliefert wird, kann man die Serienversion des Strom-SUVs mitten in der Zürcher Altstadt bestaunen. An der Schweizer Premiere des ersten Vollstrom-Audis kann jeder teilnehmen: Bis am 20. Oktober ist der Audi e-tron pop-up store am Rennweg 43 in der Nähe der Bahnhofstrasse für das Publikum zugänglich. Und zwar ohne Voranmeldung: Jeweils von 8 bis 20 Uhr steht der pop-up store auch Kurzentschlossenen offen. Die Daten:

Donnerstag, 11. Oktober, 8 bis 17 Uhr
Freitag, 12. Oktober, 8 bis 20 Uhr
Samstag, 13. Oktober, 8 bis 20 Uhr
Montag, 15. Oktober, 8 bis 20 Uhr
Dienstag, 16. Oktober, 8 bis 17 Uhr
Mittwoch, 17. Oktober, 8 bis 17 Uhr
Donnerstag, 18. Oktober, 8 bis 17 Uhr
Freitag, 19. Oktober, 8 bis 20 Uhr
Samstag, 20. Oktober, 8 bis 20 Uhr

Adresse: Audi e-tron pop-up store, Rennweg 43, 8001 Zürich.

Caspar Coppetti, Sven Epiney und Dieter Jermann (von links). (Tom Lüthi)
Caspar Coppetti, Sven Epiney und Dieter Jermann (von links). (Tom Lüthi)

Auch der allererste Schweizer e-tron-Vorbesteller Caspar Coppetti (42) kam zu Wort (wer ebenfalls ein Auto vorreservieren will, kann dies hier tun.). Schon 2008 habe er geglaubt, sein letztes Auto mit Verbrenner gekauft zu haben – nun sei die E-Mobilität endlich in der Realität angekommen. «Der e-tron hat dank dem Elektromotor die Beschleunigung eines Sportwagens und ist trotzdem kein herkömmlicher Treibstofffresser – der Umstieg bedeutet also nicht Verzicht, sondern Mehrwert», sagte Coppetti. «Ich freue mich besonders auf die Aussenspiegel, die sind schon ziemlich geil», sagte er weiter. Die virtuellen Seitenspiegel – eine Option, bei der Kameras für eine optimale Sicht nach hinten sorgen – begeisterten viele andere Vorbesteller in Zürich.

Die Kameras übertragen die Rückspiegel-Ansicht in die Seitentüren. (Tom Lüthi)
Die Kameras übertragen die Rückspiegel-Ansicht in die Seitentüren. (Tom Lüthi)

Die Spiegel ausgeheckt hat das Team von Jens van Eikels (47), bei Audi Leiter Modellreihe BEV. «Wir haben vier Jahre im Team am Auto gearbeitet. Jetzt können wir es endlich zeigen. Und wir merken: Die Leute haben richtig Bock auf den Audi», sagte van Eikels. Den Vorbestellern erklärte er die Details des Autos – etwa die optionale beidseitige Lademöglichkeit, das innovative Wärmepumpen-System für mehr Reichweite oder eben das Kamera-System, das die Seitenspiegel ersetzen kann. «Das Auto denkt mit!»

Dieter Jermann, Jens van Eikels und Sven Epiney (von links). Im Hintergrund: Der Launch-Edition-e-tron «edition one». (Tom Lüthi)
Dieter Jermann, Jens van Eikels und Sven Epiney (von links). Im Hintergrund: Der Launch-Edition-e-tron «edition one». (Tom Lüthi)

Beim Start der e-tron-Linie habe man sich bewusst entschieden, keine Revolution anzuzetteln, «sondern eine Evolution», sagte van Eikels. «Man kann damit Spass auf Serpentinen haben, aber auch Langstrecken komfortabel zurücklegen. Es ist ein Auto, das alles bietet, was Leute von einem Audi erwarten. Einfach eine Klasse besser.» Die 5,7 Sekunden, die der e-tron von 0 auf 100 km/h braucht, sei «fast auf SQ7-Niveau»: «Eigentlich ist der Wagen ein Schnäppchen», sagte van Eikels: Sonst teurere Zusatzoptionen wie etwa die Luftfederung sind schon im Standardmodell dabei. «Und die Standklimaanlage bekommen sie sonst gar nicht», sagte van Eikels. Damit könne man zum Beispiel in der Badi das von der Sonne aufgeheizte Auto per App herunterkühlen lassen, bevor man einsteigt. Der Listenpreis der Basisversion liegt voraussichtlich bei 89’900 Franken.

AMAG-CEO Morten Hannesbo im Gespräch mit Caspar Coppetti. (Tom Lüthi)
AMAG-CEO Morten Hannesbo im Gespräch mit Caspar Coppetti. (Tom Lüthi)

Bei den Vorbestellern kommt der e-tron gut an. Jorge Petitpierre (44) aus Genf etwa reiste extra aus Genf an, um das Serienmodell anzuschauen. «Vor ein paar Jahren habe ich die e-tron-Studie am Autosalon gesehen und war begeistert. Diesen Frühling habe ich den Prototypen am Salon leider verpasst», sagte Petitpierre. «Jetzt sehe ich das fertige Auto zum ersten Mal – und ich bin begeistert.»

Jorge Petitpierre vor dem Pop-up Store in Zürich. (Tom Lüthi)
Jorge Petitpierre vor dem Pop-up Store in Zürich. (Tom Lüthi)

Auch der «smarte Stromer» Stephan Baumgartner (44) machte sich mit dem Auto vertraut:

Elektro-Profi Stephan Baumgartner. (Tom Lüthi)
Elektro-Profi Stephan Baumgartner. (Tom Lüthi)

Auch Ski-Unternehmer Thomas Koller aus Engelberg OW reiste nach Zürich, um sich ein eigenes Bild zu machen. «Das ist die Zukunft», sagte Koller. «Das Auto gefällt mir und es ist klar, dass das der Weg ist, den wir einschlagen werden.»

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