Schweizerin fährt den Renn-e-tron

Der Audi e-tron Vision Gran Turismo steht im Formel-E-Renntaxi-Einsatz. Ein Einzelstück mit vollelektrischen 815 PS, dass schon nach 2,5 Sekunden 100 km/h schnell ist. Fahren darf ihn unter anderem die Schweizerin Rahel Frey (32).

Playstation-Gamer kennen ihn schon – jetzt haben ihn die Audi-Ingenieure tatsächlich gebaut: Der Audi e-tron Vision Gran Turismo brettert über echte Rennstrecken, nachdem ihm Spieler der Rennsimulation «Gran Turismo» schon länger über den virtuellen Asphalt steuern konnten.

Wussten Sie schon? So schnell wie der Gepard kommt im Tierreich niemand in Fahrt: Gerade mal drei Sekunden braucht die Raubkatze, um auf knapp 100 km/h zu kommen. Einem richtig schnellen Elektromobil kommt der Gepard aber nicht hinterher: Den Weltrekord halten ETH-Studenten, die 2016 auf dem Flugplatz Dübendorf ihren «Grimsel»-Flitzer in 1,513 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigten. Der e-tron Vision Gran Turismo, den man auf der Playstation und als echtes Renntaxi fahren kann, soll das in beeindruckenden 2,5 Sekunden schaffen. Beide dürften länger durchhalten als der Gepard: Dem geht schon nach ein paar hundert Metern der Schnauf aus.

Das Heck des Renn-Stromers. (Audi)
Das Heck des Renn-Stromers. (Audi)

Wie andere Automobilhersteller auch hat Audi die Studie exklusiv für das Spiel entworfen. Der e-tron Vision Gran Turismo ist aber die erste Studie aus dem Spiel, die tatsächlich fährt. Und wie! Drei 200-Kilowatt-Motoren (Systemleistung: 815 PS!) treiben das Auto an, beschleunigen es in unter 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Den gibts jetzt in echt: So sah der Audi e-tron Vision Gran Turismo auf der Playstation aus. (Audi)
Den gibts jetzt in echt: So sah der Audi e-tron Vision Gran Turismo auf der Playstation aus. (Audi)

Der Wagen ist ein Einzelstück des Audi-Vorseriencenters, gerade mal in 11 Monaten entwickelt und gebaut. Im Auto stehen bereits Komponenten des e-trons im Einsatz, jenes vollelektrischen Audi-SUVs, das Ende dieses Jahres auf den Markt kommt. Auch gewisse Gestaltungselemente– etwa der invertierte Singleframe in Wagenfarbe – stammen aus der Strassen-e-tron-Designsprache.

Der legendäre Audi 90 quattro IMSA GTO von 1989.
Der legendäre Audi 90 quattro IMSA GTO von 1989.

Am Steuer sitzt auch eine Schweizerin

Während das Design des Renn-Stromers auf der Playstation Premiere hatte, haben sich die Audi-Leute bei der Lackierung bei einem wahren Renn-Klassiker inspirieren lassen: Die Farbgebung erinnert an den legendären Audi 90 quattro IMSA GTO, den 1989 Fahrer wie Walter Röhrl, Hans-Joachim Stuck , Hurley Haywood und Scott Goodyear über US-Kurse jagten.

Zu sehen gibts den neuen e-tron Vision Gran Turismo auch in der Schweiz: Bei allen europäischen ABB FIA Formula E Championship-Rennen kommt er als «Renntaxi» zum Einsatz – auch am 10. Juni in Zürich.

Am Steuer sitzen unter anderem die Schweizerin Rahel Frey (32) und der Italiener Rinaldo «Dindo» Capello (53). Beide sind als Piloten für den Audi e-tron Vision GT geschult. In Zürich wird Capello Gäste über die Strecke chauffieren.

Rahel Frey

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