«Der wahr gewordene K.I.T.T.»

On-Gründer Caspar Copetti reservierte den ersten e-tron

Über die Auto-Revolution Audi e-tron ist kaum etwas bekannt – aber er kann bereits reserviert werden. In der Pole-Position: Caspar Coppetti, Mitgründer der Schweizer Laufschuh-Firma On.

Von Kaye Anthon
Caspar Copetti träumt von einer emissionsfreien Zukunft: «Wenn man durch eine wunderschöne Landschaft fährt, ist das Erlebnis ohne Lärm umso schöner.» Foto: Filip Zuan

In der Schweiz pendelt Coppetti zwischen dem Engadin und Zürich, fährt oft für Sitzungen nach München oder Stuttgart (D). «Ich bin sportlich und daher auch gerne rassig unterwegs – auf dem Albula will ich problemlos einen langsamen Wohnwagen überholen können. Passfahrten wecken den Bündner in mir.»

Ein leistungsfähiger Motor – der erste vollelektrische Audi hat gleich drei – gewährleiste aktive und passive Sicherheit. «Zweitens brauche ich viel Stauraum: Im Winter für Ski und Snowboard, im Sommer für meine Bikes. Und da ich viel in den Bergen unterwegs bin, ist ein 4×4 Voraussetzung.» Der rein elektrische SUV erfülle diese Bedürfnisse und sei gleichzeitig emissionsfrei – «eine tolle Sache», schwärmt Coppetti.

Das klassische Brummen eines 8-Zylinder-Benziners vermisse er bei Elektroautos nicht, im Gegenteil: «Wenn man durch eine wunderschöne Landschaft fährt, ist das Erlebnis ohne Lärm umso schöner.»Coppetti glaubt an eine emissionsfreie Zukunft und überlegt sich die nächsten Schritte: Mittels Solarzellen selber Strom produzieren – und diesen in der Autobatterie zu speichern. Vielleicht sogar eine Wärmepumpen-Heizung damit einzuspeisen. Ein ganzes Universum bilden.

Die Kapazität vergrössert sich

Und darin einst auch nicht mehr selber fahren zu müssen – die Audi e-tron Technologie zündet die nächste Stufe in Sachen autonomes Fahren: Erstmals ist bei Audi pilotiertes Fahren möglich. Radarsensoren, eine 3D-Videokamera, Ultraschallsensoren und ein Laserscanner liefern Daten. Daraus errechnet das Fahrerassistenzsteuergerät live ein Umgebungsmodell für die Assistenzsysteme, welche pilotiertes Fahren ermöglichen. «Supercool, aber ich habe schon ein bisschen Respekt davor», so Coppetti. Zwar habe er in seinem aktuellen Auto bereits Assistenzsysteme in diese Richtung integriert: Das Auto bremse etwa automatisch, wenn er zu nah auffahre.

«Es kann die Spur halten, der Tempomat reguliert die Geschwindigkeit.» Dadurch vergrössere sich seine Kapazität, so Coppetti, die Assistenzsysteme verschaffen ihm eine Sicherheitsreserve. «Mal schauen, wie das mit dem pilotierten Fahren funktioniert – ich bin gerne Versuchskaninchen», sagt er lachend. Der Traum? «Idealerweise würde sich das Auto morgens selbständig heizen, aus der Garage fahren und mich vor der Haustüre abholen.» Der e-tron komme dem ziemlich nahe – «Der ist der wahrgewordene K.I.T.T.».

Optisch zwar ein SUV statt ein Sportwagen, begeistert Coppetti aber auch das Design: «Ich habe italienisches Blut, schnelle schöne Autos liegen mir: Schon als Student fuhr ich einen Lancia Delta Integrale – damals ein verrücktes Auto. Heute als Oldtimer eine Wertanlage.»Aber Nostalgie ist schnell vergessen, so freut sich Coppetti auf seinen SUV. Der e-tron sei wie On: «High-Tech und innovativ. Leichtfüssig und von überzeugendem Design.» Der On-Schuh schaffte es 2013 nur zwei Jahre nach Firmengründung in die permanente Sammlung des Museums für Gestaltung Zürich. Der e-tron soll den grossen Schritt in Richtung emissionsfreie Mobilität schaffen.

Jetzt reservieren

Anfang 2019 kommt der erste vollelektrische Audi auf den Markt. Was kann er? Die Details sind noch nicht bekannt – aber die Technikstudie Audi e-tron quattro concept gibt einen Ausblick. Mit CHF 2500.- sichern Sie sich einen Platz auf der Reservationsliste und gehören zu den ersten, die den ersten vollelektrischen Premium-SUV fahren. Nach erfolgter Fahrzeugbestellung wird die Reservationsgebühr zurückerstattet.